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Zu mir

Ich bin 1966 im Westerwald geboren, aber in Bremen aufgewachsen. Die frühe Begeisterung für Kunst führte zum Leistungsfach Kunst in der Schule und einer ersten Ausstellung meiner Bilder im Bürgerhaus Bremen-Vegesack in den 1980er Jahren.

Danach habe ich mich erst einmal auf anderen Gebieten und in anderen Ländern (r)umgetrieben. Unter anderem habe ich mehrere Jahre Romanistik und Germanistik studiert, als Lektorin und Übersetzerin gearbeitet und mich selbständig gemacht.

Es fehlte aber der eigene, originäre, kreative Part. Mehr als zwanzig Jahre der Verleumdung des eigenen künstlerischen Schaffensdrangs haben vor rund fünf Jahren zum (Zusammen-)Bruch geführt. Seitdem ist der künstlerische Ausdruck als Lebensmittelpunkt alternativlos.

Schon als Jugendliche gab es nur ein wirklich „interessantes“ Motiv für mich: MENSCHEN. Daran hat sich nichts geändert. Zu den Bildern ist aber eine neue, dreidimensionale Ausdrucksform gekommen, denn ich habe auch das Arbeiten mit Ton für mich entdeckt. So entstehen Gesichter und Figuren die manchmal glasiert, manchmal bemalt aber immer ausdrucksstark sind. Zum Beispiel alte Menschen, deren Falten sich wie eine Landkarte ihres Lebens lesen lassen – oder junge Gesichter, die uns so glücklich anstrahlen, dass wir automatisch zurück lächeln...

 

 Zu meinen Bildern und Objekten

 

Die Darstellung des Menschen in seiner Gegensätzlichkeit, mit seinem Leid und seinen Träumen stellt mein zentrales Thema dar. Und wenn Kunst „funktioniert“, dann kann sie genau das: Gegensätze betonen, Ängste sichtbar machen, Emotionen wecken. Genau darin sehe ich eine wesentliche Aufgabe meiner Kunst: sie soll berühren, zum Nachdenken anregen und dem Betrachter die Geschichte eines Menschen erzählen.

Nichts ist „perfekt“, nicht das Leben, nicht der einzelne Mensch. Alles hat auch eine „dunkle“ Seite, eine grobe, traurige oder fehlerhafte. So ist auch meine Kunst. Ich strebe nicht die perfekte, glatte Oberfläche an, die vielen keramischen Objekten zu eigen ist. Genausowenig stelle ich „perfekt-schöne“ Gesichter dar, die einem Hochglanzmagazin entsprungen zu sein scheinen. Die groben Seiten, die verformten Köpfe, die Zeichen der Zeit wie auch die Bearbeitungsspuren sind konzeptueller Bestandteil meiner Werke.

Der alte Mann, dessen Gesicht an ein unausgefülltes Leben denken lässt. Das Kind, dessen Löcher im Kopf die Frage aufkommen lassen, ob es darunter leidet oder gleich ein Feuerwerk ausschwitzt. Der Frauenkopf, der einem skurrilen Traum entsprungen scheint – sie alle haben mehr als eine Facette. Sie sind so, wie das Leben: ambivalent. Freude und Leid liegen dicht beieinander...

Meine Figuren bestehen aus Ton und zunehmend auch aus Paperclay, einem Material, dass ich mehr und mehr für mich entdecke.

Meine Bilder entstehen mal auf Leinwand, mal auf Papier, mal mit Acryl- und mal mit Aquarellfarben.